Alle Artikel von freiheitsliebe.blog

Leben ohne Couch

Ein Sofa gehört in jede gute Stube. Das ist selbstverständlich. Und wird in den meisten Fällen auch nicht hinterfragt. Besonders spannend finde ich Räume, in denen die Couch auch noch mit Decken überzogen wird, damit sie nicht schmutzig wird. Man sieht das gute Stück also nie. Was soll das?

Früher war ich ein Fan von Riesensofas. Ich hatte so etwas sogar in der mega-großen Eckvariante. Unglaublich, was das Ding an Platz eingenommen hat.

Mit der Zeit wurden meine Sitzgelegenheiten aber immer kleiner. Ich sitze einfach nicht viel. Ich bin ein aktiver Mensch. Außerdem hocke ich mit den Kids gern auf dem Fußboden, für mich allein auf meinem Meditationskissen und mit Freunden am Esstisch.

Das Bild zu diesem Beitrag entstand übrigens just nach dem Moment, als ich beschloss „die Couch muss weg“. Unsere Couch war längst keine Sitzgelegenheit mehr, sondern wurde als Ablage- und Spielfläche benutzt. Ständig musste ich das Ding aufräumen. Aber es saß niemand darauf.

Und haben wir die Couch in den letzten Monaten vermisst? Nein, kein bisschen.

Leben ohne Bett

Die Entscheidung mein Bett abzuschaffen ist mir wirklich nicht leicht gefallen, aber es war eine der besten Entscheidungen überhaupt. Inzwischen lebe ich einige Monate ohne Bett und finde es fantastisch.

Ich habe einen Raum mehr! Jeden Morgen klappe ich meine große Matratze hoch an die Wand und räume das Bettzeug weg. Das fühlt sich morgens schon sehr aufgeräumt an. Zack ist da ein Freiraum, den wir mit der Familie flexibel nutzen können.

Erst hatte ich überlegt, die große Matratze abzuschaffen und stattdessen Kapok-Klappmatratzen anzuschaffen. Allerdings hat auch das Verständnis meines Mannes Grenzen (insbesondere wenn es um seinen Schlafkomfort geht) und unsere Kleinste hätte sich sicher auch nicht mit einer separaten Schlafinsel abgefunden. So steht nun das große Familienbett tagsüber hochkant an der Wand. Und das klappt wirklich viel besser, als ich dachte.

So wie ich morgens mit einem aufgeräumten Ritual in einen gut strukturierten Tag starte, so beende ich meinen Tag mit dem Ritual „Schlafnest herrichten“. Unsere Schlafwiese sieht jetzt auch viel kuscheliger aus, als früher im Bett. Wir schlafen jetzt mitten im Raum und nicht mehr so dicht an der Wand. Außerdem fühle ich mich durch das Schlafen auf dem Boden sehr gut geerdet. Ich schlafe wirklich sehr, sehr gut.

Vegane Fertigprodukte – Fluch oder Segen Teil 2

Wie ich hier schon gebeichtet habe: http://freiheitsliebe.blog/vegane-fertigprodukte-fluch-oder-segen/ greife ich hin und wieder auf vegane Fertigprodukte zurück bzw. kann ich manchmal einfach nicht widerstehen. Ich möchte dabei aber unbedingt noch zwischen zwei Arten von industriell gefertigten Produkten unterscheiden. Nämlich zum einen jene Produkte, die mich in meiner gesunden Ernährung unterstützen und zum anderen jene, die mir einfach nur mit geschmackvoll das Geld aus der Tasche ziehen.

Produkte, die mich in meiner gesunden Ernährung unterstützen enthalten zum Bespiel hochwertige Fette (wenig gesättigte Fettsäuren, mehr (einfach oder mehrfach) ungesättigte Fettsäuren) sowie Vollkorngetreide, Nüsse, Gemüse und natürlich möglichst keinen oder nur sehr wenig Zucker.

Andere Produkte mögen vielleicht vegan sein und tragen ein entsprechendes Siegel, das heißt aber noch nicht, dass diese Produkte auch gesund sind. Bei Chips, Keksen und anderen Leckereien, aber auch bei vermeidlich gesunden Produkte kann dies der Fall sein. Sie enthalten viel Fett (gesättigte Fette oder gar Transfette), Auszugsmehl mit wenig Nährstoffen, viel raffinierten Zucker und Zusatzstoffe. Solche Produkte besitzen meist sehr viel Energie (viel Kalorien), aber nur wenig Nährstoffe.

Schlussendlich möchte ich noch erwähnen, dass es auch gar nicht so schwierig ist, sich gesunde Snacks selbst zu machen. Auf www.rezepte.stressfrei-vegan.de trage ich auch solche Rezepte zusammen. 

Vegane Fertigprodukte – Fluch oder Segen?

Heute ist es mir passiert. Das vegane Ben & Jerry’s Peanut Butter Eis ist erst in meinem Einkaufswagen und dann in meinem Bauch gelandet. Es war gut und irgendwie auch nicht gut. Viel Zucker und Fett, quasi keine Nährstoffe. So ist das mit nahezu allen Fertigprodukten, auch mit den veganen. Da kommt viel Energie auf wenig Nährstoffe. Doch unser Körper braucht heutzutage den umgekehrten Fall: wenig Energie und viele Nährstoffe. 

Die Nachteile der veganen Produkte liegen also in der Energie- und Nährstoffbilanz. Teilweise auch im Preis und fast immer in der Qualität der Inhaltsstoffe. 

Aber natürlich gibt es auch einige Vorteile. Die Zubereitungszeit entfällt, meist sind die Produkte länger haltbar, als die frische Variante. Der Kauf von Fertigprodukten ist herrlich einfach und so praktisch. Ich liebe insbesondere Brotaufstriche und natürlich gibt es bei uns auch mal eine vegane Käsemischung auf die Pizza oder eine Süßspeise. Dennoch versuche ich möglichst auf fertige Produkte zu verzichten und nur frische Lebensmittel zu verwenden. 

Ich denke, wir sollten diese Produkte nicht verteufeln. Es ist völlig in Ordnung hin und wieder auf ein industriell gefertigtes Nahrungsmittel zurückzugreifen. Aber die Ernährung sollte hauptsächlich aus frischen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten bestehen. 

Rezepte zum Vorkochen und für unterwegs gibt es übrigens auf www.rezepte.stressfrei-vegan.de 

Wohin mit den Kräutern? (Kräuter haltbar machen)

Im Sommer bekomme ich immer wieder frische Kräuter mit meiner Bio-Kiste geliefert. Manchmal mehr als ich verbrauchen kann. Aber das macht mir gar nichts. Frische Kräuter werden bei uns immer direkt verarbeitet. Entweder zu Speisen, die wir sofort genießen oder wir zupfen und haken die Kräuter, geben Sie in ein Glas und frieren sie ein. Auf diese Weise sind wir dann auch im Winter immer mit wunderbaren Kräutern versorgt. 

Weitere Möglichkeiten, um Kräuter haltbar zu machen, sind das Trocken und das Einlegen. 

Beim Trocken werden kleine Büschel der Kräuter (z.B. Minze) kopfüber in trockenen, gut durchlüfteten Räumen ohne Sonneneinstrahlung gehängt. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Dachboden sehr gut. 

Beim Einlegen kommen die gehackten Kräuter in Gläser und werden dann mit Öl übergossen, bis alles bedeckt ist. So halten sie sich einige Monate im Kühlschrank und können mit samt Öl zum Kochen verwendet werden. 

Aus der Kombination Basilikum und Öl lässt sich ein köstliches Pesto machen. Hier findest du ein Rezept für veganes Pesto, das sich einige Wochen im Kühlschrank hält: http://rezepte.stressfrei-vegan.de/veganes-pesto/

Warum ich mir regelmäßig eine Regio-Bio-Kiste liefern lasse

Bio-Obst und Bio-Gemüse gibt es inzwischen in fast jedem Supermarkt und Discounter. Aber schaut man etwas genauer hin, wirkt dieses Obst und Gemüse oft schlapp und kraftlos. Oft sind diese „frischen“ Lebensmittel weit gereist und das obwohl sie auch bei uns gut wachsen und gerade Saison haben. Und bei so langen Transportwegen, ist das dann noch wirklich Bio? 

Ich bestelle mir seit Jahren regelmäßig eine Bio-Kiste. Angefangen habe damit, als mein erstes Kind zur Welt kam und ich einfach nicht ständig große Einkäufe die Treppen hochtragen wollte. Dabei geblieben bin ich aber aus ganz anderen Gründen. Das Gemüse und Obst aus der Bio-Kiste ist viel frischer, als das aus dem Supermarkt. Außerdem bekomme ich mit der Kiste auch besondere Gemüsearten, die es nicht überall zu kaufen gibt. Neben der Qualität spielt aber besonders auch der Transportweg eine große Rolle. Denn ich bestelle eine Regio-Bio-Kiste mit saisonalem Obst und Gemüse aus der Region. Das entlastet die Umwelt, stärkt Bauern und Betriebe in meiner Region und die Frische der Lebensmittel stärkt die Gesundheit meiner Familie. 

Wenn du wissen möchtest, wie ich das Gemüse aus meiner Bio-Kiste zubereite, dann schau doch mal auf www.rezepte.stressfrei-vegan.de vorbei. 

Leben ohne TV / Fernseher

Ein Leben ohne TV / Fernseher war für mich überhaupt kein Problem. In den letzten Jahren stand hier ein überdimensionales Erbstück, dass regelmäßig das Sandmännchen ausstrahlte. Das beste an diesem Gerät war, dass es schon mit kaputter Fernbedienung zu uns kam. Einige Tasten funktionierten nicht und überhaupt hatte ich keine große Lust, die Programme einzurichten. Also speicherte ich den Kinderkanal auf der Taste 3 ab (weil diese Taste noch funktionierte) und sagte den Kindern, man könne das Gerät einschalten, in dem man die 3 drückt. So wuchsen meine Kinder in den letzten Jahren also in der Annahme auf, es gäbe auf unserem Fernseher nur den Kinderkanal. Und irgendwie war das auch so.

Während das Interesse am Kika-Baumhaus und dem Sandmännchen sank, entwickelte sich bei meinen Kindern der Wunsch nach einem Haustier. Aber Fernsehen und dann auch noch ein Haustier? Die Kinder entschieden, dass der Fernseher weg sollte, um Platz für Meerschweinchen zu schaffen. Ich brauchte rund eine Stunde, um das sperrige TV-Gerät über Ebay-Kleinanzeigen loszuwerden. Tschüss Fernseher! Nächste Woche bauen wir einen Meerschweinchen-Stall.

Leben ohne Kaffee

Vor ungefähr zwei Wochen habe ich mich endgültig von meiner Nespresso Kaffeemaschine getrennt. Noch vor ein paar Jahren war ich ein Kaffee-Junkie und wurde ohne Kaffee überhaupt nicht wach. Um meinen Kaffeekonsum zu reduzieren, habe ich mir die Nespresso Maschine gekauft. So habe ich dann nur morgens eine große Tasse getrunken, gelegentlich noch eine Tasse um die Mittagszeit. Zeitweise gab es aber schon Phasen, in denen ich keinen Kaffee, sondern nur Tee und Wasser getrunken habe. In diesen Zeiten ging es mir viel besser, als mit dem Kaffee. Ich war ausgeglichener und konnte am Abend besser schlafen. Und ich war tagsüber tatsächlich wacher. Also beschloss ich, das geliebte Kaffeetrinken ganz zu lassen. So richtig gelungen ist mir dies aber erst während meines letzten Minimalismusschubes, als mich die Kaffeemaschine in der Küche störte.

Jetzt bin ich frei von Kaffee, fühle mich gesünder, wacher und ausgeglichener und ich habe mehr Platz in der Küche.

Mal wieder neu anfangen

Nachdem ich nun stundenlang Daten hin und her geschoben habe, Datenbanken wiederhergestellt habe und versucht habe Daten und Systeme wieder mit einander zu verheiraten, habe ich jetzt jede Menge Nerd-Tools auf meinem Rechner und auch einige Daten sind wieder da, aber eben nicht die Texte, die mir wichtig waren. Von daher habe ich jetzt beschlossen, mich nicht lange zu ärgern, sondern werden den Blog einfach neu anfangen. Wer weiß, wofür das gut ist.

Die unendliche Leichtigkeit des Seins

Wer sich die Freiheit nimmt, auf Backups zu verzichten, wird eventuell irgendwann von neuer Gestaltungsfreiheit überrascht. So wie ich zum Beispiel, die ich nach zwei Jahren Arbeit an meinem Blog gerade die Datenbank gelöscht habe und nun noch einmal ganz neu anfange. Aber irgendwas ist ja immer. Und Neuanfänge haben ja auch eine ganz besondere Energie. Diese Energie von Freiheit. *verdreht die Augen und macht jetzt erstmal Feierabend