Kategorie: FREIHEITSLIEBE!

FREIHEITSLIEBE!

Ein Essay.

Ein Essay? Ja, denn ich nehme mir die Freiheit, diesen Artikel wachsen zu lassen. Schließlich lässt sich so etwas wie die Liebe zur Freiheit nicht mal eben in einen spontanen Beitrag packen, jedenfalls nicht, wenn dieser diesen großen Begriffen einigermaßen gerecht werden soll.

Und dann ist da auch noch die Frage, was denn die Freiheitsliebe überhaupt mit mir und meiner Arbeit, mit meiner Liebe zum Minimalismus und meinem veganen Lebensstil zu tun hat.

Beginnen wir mit dem, was mit Freiheitsliebe scheinbar nichts zu tun hat. Nämlich Zwang und Verzicht. Hier ist zum einen der innere Zwang in Form eines ausgeprägten Dranges zu nennen. Unterdrückt man diesen Drang, entstehen Gefühle von Mangel und Verzicht. Schon der Gedanke an diese Gefühle machen uns starr, eng und angespannt. Es ist eine Frage der Zeit, wann dem Drang nachgegeben wird. Die wenigsten Menschen schaffen es, den Drang dauerhaft zu unterdrücken und dann vielleicht zu vergessen. Eine Befreiung von diesem Drang könnte eine Lösung sein. Und die Liebe zur Freiheit von Zwängen und Drängen wäre hier durchaus ein Weg.

Die andere Art von Zwang und Drang ist der Zwang von außen. In Form von Gesetzen, Geboten und einer versteckten Form des inneren Zwangs, der sich als moralische Instanz mit ankonditionierten Glaubensvorstellungen und frei nach dem Motto „das gehört sich eigentlich gar nicht, aber“ hinterrücks in unser Denken einschleicht. Mit diesen Zwängen kann es schon deshalb schwierig werden, weil die Grenzen zwischen „hausgemachten“ und auferlegten Gesetzen verschwimmen. Und zwar individuell bei jedem anders. Und dann wundert man sich, dass Beziehungen so schwierig sind. Insbesondere weil es hier ja meist die anderen sind, die so schwierig sind.

Aber darüber denke ich später weiter nach. Ich habe mich um ein Mango-Sorbet zu kümmern …

Ich mag das Wort Entsagung, weil es aktives Handeln impliziert. Man kann ja lange rumsitzen und auf Freiheit warten bzw. darauf, von etwas frei zu sein oder befreit zu werden. Aber wenn ich entsage, dann mache ich das bewusst und aktiv. Wenn ich beispielsweise einem Genussmittel entsage, dann beschließe ich bewusst, davon frei zu werden. Ich beschließe, zu entsagen, dem Drang nicht mehr nachzugeben, mich nicht mehr (von dem Verlangen, der Begierde nach dem Genussmittel) kontrollieren zu lassen, frei zu sein, loszulassen.

Beim Thema Loslassen finde ich ja die Brücke zur Meditation und zum Yoga sehr schön. Denn dabei übt man loszulassen. Man trainiert, die Gedanken loszulassen, Anspannungen loszulassen … man trainiert davon frei zu sein.

… to be continued …