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Minimalismus: Da geht noch einiges … Jetzt fliegt der Kleiderschrank raus!

Eine Frau ohne Kleiderschrank, geht das überhaupt? Werde ich künftig zwischen Wäschebergen schlafen? Muss ich jetzt eine Wäscheleine spannen? Oder werde ich aus dem Koffer leben?

Ich weiß es auch noch nicht so genau. Aber in zwei Tage wird der Kleiderschrank abgeholt und ich werde es herausfinden. Ausgeräumt ist das gute Stück schon und tatsächlich sitze ich aktuell zwischen mehreren Wäschebergen. Außerdem hängen überall Kleider, Blusen und Jacken. Letzteres könnte tatsächlich eine größere Herausforderung werden. Denn während Hosen, Pullover, Shirts etc. gut in Kästen und somit im Regal zu verstauen sind, würden meine Kleider und Blusen lieber weiter irgendwo abhängen, als brav gefaltet in einer Kiste zu zerknittern. Ich weiß noch nicht, wie ich es mache … es wird sich schon eine Lösung finden.

Auf jeden Fall werde ich erstmal kräftig ausmisten. Das mache ich seit Jahren immer wieder. Aber diesmal wird es radikaler werden. Ich werde nur noch meine Lieblingsteile behalten.

Es ist wirklich interessant, wie viel Kram ich noch besitze. Gefühlt wird es immer mehr. Was natürlich Blödsinn ist, weil ich ständig aussortiere. Doch wenn man sich von Möbeln, insbesondere von Schränken und Regalen trennt, dann tritt eben das geballte „Zuviel“ zu Tage. Man legt es offen, was man zu viel angehäuft hat und muss sich unweigerlich damit beschäftigen.

Weniger Stauraum, weniger Dinge. Durch das Reduzieren der Aufbewahrungsmöglichkeiten werde ich konsequenter im Ausmisten. Und es wird immer klarer, was ich wirklich brauche und woran ich wirklich hänge. Es ist wenig, was ich wirklich brauche. Eigentlich brauche ich vor allem den Raum, den Freiraum!

Dein ökologischer Fußabdruck

Kennst du die Größe deines ökologischen Fußabdrucks? Weißt du, wo der Schuh bei dir drückt? Unter www.fussabdruck.de kannst du deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck testen und dir Tipps zur Optimierung holen.

Bei mir lag das Ergebnis vom Fußabdruck sprichwörtlich auf der Hand: Mit meiner veganen Ernährung, beim Wohnen und Konsum bin ich ganz weit vorn bzw. lebe auf sehr kleinem Fuß (ich bin ja auch nicht so groß 😉 Aaaaber das viele Reisen wirkt sich kräftig aus und macht mir ökologische Hobbitfüße. Scotti, wir brauchen eine Lösung!

Leben ohne Bett

Die Entscheidung mein Bett abzuschaffen ist mir wirklich nicht leicht gefallen, aber es war eine der besten Entscheidungen überhaupt. Inzwischen lebe ich einige Monate ohne Bett und finde es fantastisch.

Ich habe einen Raum mehr! Jeden Morgen klappe ich meine große Matratze hoch an die Wand und räume das Bettzeug weg. Das fühlt sich morgens schon sehr aufgeräumt an. Zack ist da ein Freiraum, den wir mit der Familie flexibel nutzen können.

Erst hatte ich überlegt, die große Matratze abzuschaffen und stattdessen Kapok-Klappmatratzen anzuschaffen. Allerdings hat auch das Verständnis meines Mannes Grenzen (insbesondere wenn es um seinen Schlafkomfort geht) und unsere Kleinste hätte sich sicher auch nicht mit einer separaten Schlafinsel abgefunden. So steht nun das große Familienbett tagsüber hochkant an der Wand. Und das klappt wirklich viel besser, als ich dachte.

So wie ich morgens mit einem aufgeräumten Ritual in einen gut strukturierten Tag starte, so beende ich meinen Tag mit dem Ritual „Schlafnest herrichten“. Unsere Schlafwiese sieht jetzt auch viel kuscheliger aus, als früher im Bett. Wir schlafen jetzt mitten im Raum und nicht mehr so dicht an der Wand. Außerdem fühle ich mich durch das Schlafen auf dem Boden sehr gut geerdet. Ich schlafe wirklich sehr, sehr gut.