

Wo bin ich
gerade?
Zwischen Wind, Wellen und Warten.
Ich hänge nicht mehr ganz am Ende der Welt, aber doch am Rand von allem: in Punta Arenas, da wo die Magellanstraße das Licht bricht und der Wind entscheidet, wie sich der Tag anfühlt. Mal sieht man am Horizont nur graue Wasserfläche, mal tanzt die Sonne auf den Wellen und alles wirkt plötzlich leicht. Dazwischen: ich. Mit Zeit. Mit Tee. Mit Taschentüchern.
Denn da war ja noch diese unfreiwillige Pause. Krankheit statt Nationalpark, Fieber statt Fjorde. Erst Puerto Natales – Tor zu den Bergen, Ausgangspunkt für Torres del Paine – und dann der Rückzug nach Punta Arenas, weil der Körper laut „Stopp“ gerufen hat. Also statt Gipfelglück erst mal Genesungsprogramm: langsamere Tage, kürzere Wege, mehr Schlaf als Sternenhimmel.
Und doch fühlt es sich nicht nach Stillstand an. Eher nach Zwischenkapitel. Nach dem tiefen Atemholen vor der nächsten großen Seite. In Punta Arenas spaziere ich am Meer entlang, lasse mir den Wind um die Nase wehen und erinnere mich daran, wie dankbar ich bin, überhaupt hier sein zu dürfen – weit weg von allem Vertrauten und gleichzeitig ganz nah bei mir. Die Stadt selbst ist kein Postkartenstar, aber sie hält, was ich gerade brauche: Ruhe, Routinen, ein bisschen Alltag im Unterwegssein.
Puerto Natales wartet derweil im Hintergrund wie ein Lesezeichen: gespeichert, nicht vergessen. Dort beginnt der Weg in den Nationalpark, in die Berge, zu den Gletschern – dorthin, wo die Landschaft eher nach Traum als nach Wirklichkeit aussieht. Genau da möchte ich hin, sobald mein Körper wieder „Ja“ sagt. Wieder zurück nach Puerto Natales, weiter Richtung Torres del Paine, dorthin, wo der Wind die Wolken zerpflückt und jeder Schritt nach Abenteuer riecht.
Was danach kommt? Noch offen. Vielleicht bleiben. Vielleicht weiterziehen. Vielleicht stolper ich über einen Ort, der sich plötzlich nach „hier noch ein bisschen länger“ anfühlt. Ich lasse wieder Luft zwischen den Plänen, vertraue darauf, dass der Weg sich zeigt, wenn es so weit ist. Ein Teil der Panamericana soll es werden – das steht. Der Rest darf wachsen, während ich gesund werde.
Also: Wo bin ich gerade? Irgendwo zwischen Punta Arenas und Puerto Natales – geografisch in Patagonien, innerlich auf dem Weg zurück zu meiner Kraft. Mit viel Wind, viel Vorfreude und diesem leisen Wissen: Das Abenteuer wartet. Es läuft mir nicht weg.


Mein Weg bis hierher
Viele von euch wollten sehen, welchen Weg ich bisher zurückgelegt habe. Deshalb habe ich ihn auf der Karte nachgezeichnet – als Erinnerung, als Überblick, als stilles Zurückschauen.
Los ging alles in Montevideo (1) – mit Warten: Warten auf die Möhre. Dann die erste große Fahrt: Richtung Tandil (2), weiter mitten durch die Pampa bis nach San Carlos de Bariloche (3). Dort: der Blick vom Cerro Campanario – einer dieser Momente, die bleiben.
Es folgte die Ruta de los Siete Lagos (4), Richtung Norden, und dann nach El Bolsón (5). Von dort ging es wieder zum Meer, nach Rada Tilly (6), weiter zu den Pinguinen nach Puerto Deseado (7).
Eis, Weite und Stille begleiteten mich in El Calafate (8), danach Wandern und Berge in El Chaltén (9). Zurück nach El Calafate, dort auch ein Abschied: von Norbert. Seitdem ist meine Reise langsamer geworden. Ruhiger.
Ich habe dem Wind Zeit gegeben – in Río Gallegos (10), ein Wrack besucht, gewartet, beobachtet. Dann weiter Richtung Chile (11), noch einmal Pinguine (12).
Und schließlich: Feuerland (13).
(14) Punta Arenas am Rand der Magellanstraße, ganz im Süden Chiles. Danach ging es weiter nach (15) Puerto Natales, dem Ausgangspunkt für den Nationalpark. Und wieder zurück nach (14) Punta Arenas, da ich krank wurde. Nun hoffe ich, das ich bald weiter fahren kann!
Ich lerne, dem Unterwegssein zu vertrauen.
Nicht alles planen zu müssen.
Manches einfach geschehen zu lassen.
Und genau darin liegt gerade meine Freiheit.
Warum ich
reise?
Reisen bedeutet für mich nicht nur, neue Orte zu entdecken, sondern auch mich selbst immer wieder neu kennenzulernen. Ich liebe die Freiheit, die Spontaneität und die unzähligen Geschichten, die sich unterwegs entfalten. Jede Begegnung, jede Landschaft, jedes kleine Detail hinterlässt Spuren – und genau diese Momente machen das Leben für mich so wertvoll.
Meine Fotografie
& mein Blog
Mit meiner Kamera halte ich nicht nur Landschaften und Menschen fest – ich fange Emotionen und Stimmungen ein. Mein Blog ist ein Ort, an dem ich meine Erlebnisse mit dir teile: inspirierende Begegnungen, atemberaubende Natur, kleine Anekdoten vom Leben unterwegs. Ich hoffe, dass du hier nicht nur schöne Bilder findest, sondern auch Lust bekommst, deine eigenen Abenteuer zu erleben.
ZUM BLOG
Freiheit bedeutet für mich, die Welt mit eigenen Augen zu sehen und jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Begleite mich auf meine Reise.
