Vom Glück des Bleibens und der Kunst des Gehens

Vom Glück des Bleibens und der Kunst des Gehens

Kategorie Reiseberichte Datum 17.05.2026 Autor GABI

Eine kleine Rückmeldung aus der Ferne

In den letzten Wochen haben mich viele liebe Menschen kontaktiert und gefragt, ob es mir gut geht. Das hat mich wirklich berührt. Ehrlich gesagt bin ich auch ein wenig erstaunt, wie viele von euch mich auf dieser Reise begleiten. Danke dafür. Und um es gleich vorwegzunehmen: Mir geht es richtig gut.


Eine Pause, die gut getan hat

Ich habe mir eine Pause genommen. Eine Pause vom Reisen, vom Weiterziehen, vom Posten. Stattdessen habe ich gearbeitet – und es hat mir unglaublich viel Freude gemacht. Kreativ zu sein, etwas zu erschaffen, das erfüllt mich einfach. Und ganz pragmatisch gehört es eben auch dazu: Reisen kostet Geld.


Wiedersehen in El Bolsón

In dieser Zeit war ich wieder bei Claudia und Klaus, die vor vielen Jahren 16 Jahre lang mit ihren Motorrädern um die Welt gereist sind. Kennengelernt habe ich sie ursprünglich, weil ich eine Versicherung für Möhre brauchte. Inzwischen verbindet uns mehr als nur dieser Zufall. Sie leben in der Nähe von El Bolsón, und ich wurde nun schon zum zweiten Mal mit einer Herzlichkeit empfangen, die man kaum in Worte fassen kann.


Ein Ort, der bleibt

Dieser Ort – ihr Campus – hat für mich etwas Magisches. Ich kann es nicht anders beschreiben. Ich fühle mich dort gleichzeitig geborgen, erleichtert und geerdet. Ein Gefühl, das ich auf meiner bisherigen Reise so noch nie erlebt habe. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich geblieben bin. Am Ende waren es fast sechs Wochen. Sechs Wochen, in denen ich ein Teil dieses Ortes sein durfte, ein wenig auf der Farm geholfen habe und einfach gelebt habe.


Zeit, die nachklingt

Es war eine intensive Zeit. Gefüllt mit Gesprächen, die nachhallen. Mit Momenten, die bleiben. Mit Abenden, die leicht waren und gleichzeitig tief.


Und dann war da noch Alba

Der Hund von Claudia und Klaus hat mich auf eine Weise begleitet, die ich so nicht erwartet hätte. Wir haben schnell eine besondere Verbindung aufgebaut. Jeden Tag sind wir gemeinsam über den Campus spaziert, hatten unsere eigenen Rituale, unsere eigene stille Verständigung. Es ist schwer zu erklären, aber wer es kennt, weiß, was ich meine.


Jetzt verstehe ich den Satz: „Ich bin auf den Hund gekommen.“


Gerade deshalb habe ich den Abschied immer weiter hinausgezögert.


Wenn Abschied weh tut

Denn Abschied gehört zum Reisen dazu – das wusste ich. Aber ich wusste nicht, wie weh es tun kann. Menschen und Tiere, die einem ans Herz gewachsen sind, einfach zurückzulassen und weiterzufahren, ist ein Prozess, den ich völlig unterschätzt habe.


Warum es sich trotzdem lohnt

Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – sind es genau diese Erfahrungen, die diese Reise so besonders machen. Sie zeigen einem, was wirklich zählt. Und vielleicht versteht man vieles erst später. Die Zukunft wird es zeigen.


Indiensommer und Aufbruch

Der Indiensommer hat den Campus in ein warmes, goldenes Licht getaucht. Aber nun wird es kalt. Der Winter kündigt sich an, und für mich ist es Zeit, weiterzuziehen. Richtung Norden.


Ich bin wieder unterwegs

Und ich bin nicht einfach nur glücklich – ich bin außerordentlich glücklich. Und vor allem bin ich dankbar. Dankbar, dass ich diese Reise machen darf. Meine Reise.

Ich bin gespannt, was noch kommt.

Und ich hoffe, ihr seid weiterhin mit dabei. Und danke, dass Ihr mit mir dabei seid. Es bedeutet mir viel.

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Wo bin ich

gerade?

Aktueller Standort der Freiheitsliebe-Reise – unterwegs mit dem LKW Möhre auf großer EntdeckungstourIrgendwo zwischen Traum und Abenteuer, auf den Straßen der Freiheit. Mit meinem treuen LKW entdecke ich atemberaubende Landschaften, begegne spannenden Menschen und lasse mich von neuen Kulturen inspirieren. Die Welt ist groß, und jede Reise birgt unzählige Geschichten, die nur darauf warten, erzählt zu werden.

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